# Googan Fat Shaddy Swimbait: drei Gelenke und langsam sinkende Dichte

> 11,4 oder 17,8 cm, langsam sinkend, dreifach gegliedert und mit drehbaren Hakenösen — wie du den Fat Shaddy von Googan gerade führst oder zupfst.

- Quelle : https://carnafish.com/de/leurres/googan-fat-shaddy-swimbait/
- Sprache : de-DE
- Aktualisiert : 2026-09-30

## Datenblatt

- Marke : Googan
- Modell : Fat Shaddy Swimbait
- Familie : Gegliederter Hartköder-Swimbait
- Zielfische : Schwarzbarsch, Hecht
- Größe : 11,4 cm beim Fat Shaddy Jr., 17,8 cm beim Fat Shaddy
- Gewicht : 28,3 g beim Jr. (1 oz), 49,6 g beim großen Modell (1-3/4 oz)
- Lauftiefe : von knapp unter der Oberfläche bis rund 2 m, beide Versionen vom Hersteller als langsam sinkend eingestuft
- Einholgeschwindigkeit : langsam und sehr gleichmäßig beim geraden Einholen, oder im Wechsel aus Zupfern und Pausen
- Aktion : breite weiche Wellenbewegung über drei Gelenke beim langsamen Einholen, weites unregelmäßiges Ausbrechen sobald gezupft wird
- Montage : kräftiger Snap oder Loop-Knoten, Titanvorfach überall dort Pflicht wo Hechte stehen, ab Werk drehbare Hakenösen mit 360 Grad
- Farben : gefleckte Forellendekor im klaren Wasser, silbriger Shad im leicht gefärbten Wasser, dunkler Rücken im trüben Wasser

Der gegliederte Swimbait war lange ein abgeschirmtes Regal: Köder für hundert Euro, eine eigene Rute und das vage Versprechen, dass eines Tages ein großer Fisch zugreift. Der Fat Shaddy ist der Versuch von Googan und Catch Co., dieses Regal zu öffnen — die zweite Generation Hartköder aus der Zusammenarbeit, mit einem klaren Datenblatt und zwei Größen, die zwei sehr verschiedene Angelweisen abdecken.

## Was die Herstellertabelle sagt

Googan veröffentlicht hier eine echte Maßtabelle, und die liest man zuerst:

- **Fat Shaddy Jr.**: 4,5 Zoll, also **11,4 cm**, bei 1 oz, also **28,3 g**, eingestuft als *Slow-Sinking*.
- **Fat Shaddy**: 7 Zoll, also **17,8 cm**, bei 1-3/4 oz, also **49,6 g**, ebenfalls *Slow-Sinking*.

Diese zwei Zeilen sagen schon viel. Erstens sind beide Versionen **langsam sinkend**: kein Schwimmer, den man nach unten zwingen muss, und kein schneller Sinker, der beim Stoppen abkippt. Du wählst deine Wasserschicht, indem du nach dem Aufklatschen Sekunden zählst, und der Köder bleibt dort während des Einholens. Zweitens die Dichte. 28,3 g auf 11,4 cm sind viel für dieses Format: Der Jr. ist ein kompakter, dichter Köder, der trotz bescheidener Größe weit fliegt und sauber absinkt, ohne vom Wind versetzt zu werden. Das große Modell verlangt mit 49,6 g eine Swimbait-Rute und eine entsprechend bespulte Rolle — das ist kein Köder für eine Allround-Schwarzbarschkombo.

## Drei Gelenke, zwei Verhaltensweisen

Der Fat Shaddy ist **dreifach gegliedert**: drei Gelenke, die den Körper in vier bewegliche Abschnitte teilen. Diese Bauweise gibt ihm zwei klar getrennte Register, und der Hersteller nennt beide.

Beim **langsamen, gleichmäßigen Einholen** versetzen sich die Segmente gegeneinander, und der Köder wellt sich über die ganze Länge, wie ein Fisch, der ohne Eile schwimmt. Das ist die Suchführung: werfen, die gewünschte Zeit absinken lassen und einkurbeln, ohne sonst etwas zu tun. Gleichmäßigkeit zählt mehr als Tempo — ein unbeabsichtigter Ruck an der Rolle bricht die Welle und ist sofort sichtbar.

Beim **Zupfen mit Pause** kippt das Verhalten. Ein Rutenschlag wirft den Kopf zur Seite, die Segmente folgen zeitversetzt, und der Köder beginnt breit zu rollen, bevor er sich wieder fängt. Das ist das Register für einen Fisch, von dem du weißt, dass er da ist, der sich aber für einen sauberen Lauf nicht interessiert: ein lustloser Spätsommer-Bass oder ein Hecht, der zweimal gefolgt ist, ohne zu packen.

> Bei einem Nachläufer ohne Biss wechsle nicht sofort den Köder, sondern das Register. Führe denselben Weg noch einmal langsam gerade ab, und wenn du meinst, über dem Fisch zu sein, gib zwei harte Zupfer und halte dann alles an. Der Bruch löst aus, nicht der nächste Köder aus der Box.

## Die drehbaren Ösen und warum sie im Drill zählen

Googan montiert den Fat Shaddy an **drehbaren Hakenösen mit 360 Grad**. Der Zweck ist nicht das Fangen, sondern das Behalten. An einem langen, steifen Köder nutzt ein kopfschüttelnder Fisch den Körper als Hebel, um den Halt auszureißen — die Hauptursache für Aussteiger beim Swimbait. Eine frei drehende Öse nimmt diesen Hebel heraus: Der Drilling dreht sich mit, statt festgelegt zu sein, und die Last bleibt an der Spitze statt im Fleisch.

Auf dem Foto dieser Seite sind die beiden Bauchösen gut zu sehen, aber kein Drilling ist montiert: Es ist eine Katalogaufnahme, der Köder wird bestückt ausgeliefert. Wenn du die Werksdrillinge tauschst, bleib bei derselben Hakenweite — ein weiterer Drilling verhakt sich an einem gegliederten Körper bei jedem Wurf im Nachbargelenk.

### Der weiche Schwanz und was er beiträgt

Der Schwanz ist nicht starr: Es ist ein separat angesetztes weiches Teil mit matter Oberfläche, das der Hersteller als Gewinn an Haltbarkeit darstellt. Im Wasser leistet er vor allem zweierlei. Er dämpft das Ende der Wellenbewegung, womit der Peitscheneffekt mancher komplett starrer Swimbaits ausbleibt, und er vibriert in der Pause weiter, wenn der restliche Körper längst steht. Diese Nachwirkung macht die Pause erst sinnvoll.

## Wo und wann welche Größe

Der **Jr. mit 11,4 cm** ist das Einstiegsmodell und mit Abstand das vielseitigere. Er fischt sich an einer klassischen Medium-Heavy, läuft ganzjährig auf Schwarzbarsch und bleibt im Spätherbst auch für einen guten Barsch erreichbar. Es ist auch das Format der Wahl, wenn du das Swimbait-Angeln erst entdeckst: Ein kleinerer Köder verzeiht Rhythmusfehler und bringt mehr Bisse, also mehr Rückmeldung darüber, was funktioniert.

Die Version mit **17,8 cm** wechselt den Beruf. Mit 49,6 g ist das ein Selektionsköder: weniger Bisse, größere Fische und echte Berechtigung auf **Hecht** in Europa, wo dieses Kaliber dem entspricht, was der Fisch in einem von Weißfischen geprägten Gewässer tatsächlich frisst. Dann ist ein Titanvorfach keine Option. Willst du einen Gummi-Swimbait im selben Geist zum Vergleich, deckt der [Megabass Magdraft](https://carnafish.com/de/leurres/megabass-magdraft/) dasselbe Feld mit anderem Ansatz ab, während der [Deps Slide Swimmer 175](https://carnafish.com/de/leurres/deps-slide-swimmer-175/) das hochpreisige, anspruchsvollere Ende des gegliederten Segments markiert.

### Der klassische Fehler

Zu schnell einholen. Ein langsam sinkender gegliederter Swimbait verliert seine Welle oberhalb einer bestimmten Geschwindigkeit: Die Segmente versetzen sich nicht mehr, und der Köder wird zum Stock, der durchs Wasser zieht. Wenn du spürst, dass es kräftig in der Rute zieht, bist du schon zu schnell. Der brauchbare Maßstab: den Köder zwei Meter vor der Spitze wellen sehen, bevor du den nächsten Wurf fliegen lässt.

## Farben nach Wasser

- **Klares Wasser**: das hier fotografierte gefleckte Forellendekor mit blaugrauem Rücken und hellen Flanken. Es funktioniert auch dort, wo die Forelle nicht das vorherrschende Futter ist, weil das Muster die Silhouette aufbricht.
- **Leicht gefärbtes Wasser**: ein silbriger Shad mit grünem Rücken, besser lesbar, ohne schrill zu werden.
- **Trübes Wasser oder wenig Licht**: ein dunkler, einfarbiger Rücken, der von unten über den Kontrast wirkt statt über das Detail.

Ein Köder in dieser Preisklasse bringt nichts, wenn er aufs Geratewohl geworfen wird: Das ist Angeln auf erkannte Plätze. [CarnaFish](https://carnafish.com/de/) antwortet darauf — ein Foto des Spots, und die KI schlägt Zone, Tiefe und Präsentationsart passend zu den Tagesbedingungen vor. Um die Köderwahl einzuordnen, wenn der Hecht das Ziel ist, ergänzt unser [Ratgeber zur Wahl des Hechtköders](https://carnafish.com/de/blog/quel-leurre-brochet/) diese Seite sinnvoll.

## Was du behalten solltest

- Zwei Versionen in der Tabelle: 11,4 cm bei 28,3 g und 17,8 cm bei 49,6 g, beide vom Hersteller als langsam sinkend eingestuft.
- Die drei Gelenke liefern zwei Register: breite Welle beim langsamen Einholen, weites Ausbrechen beim Zupfen mit Pause.
- Die drehbaren Hakenösen mit 360 Grad sind für den Drill da und nehmen den Hebel heraus, der Fische aussteigen lässt.
- Zu viel Tempo tötet die Welle: Zieht es kräftig in der Rute, wird langsamer gefischt.

## FAQ

### Wie lauten die genauen Größen und Gewichte?

Die Herstellertabelle nennt zwei Versionen: den Fat Shaddy Jr. mit 4,5 Zoll (11,4 cm) bei 1 oz (28,3 g) und den Fat Shaddy mit 7 Zoll (17,8 cm) bei 1-3/4 oz (49,6 g). Beide sind als langsam sinkend angegeben.

### Schwimmt der Fat Shaddy oder sinkt er?

Er sinkt, langsam. Der Hersteller stuft beide Versionen als *Slow-Sinking* ein. Praktisch zählst du nach dem Aufklatschen Sekunden, um deine Schicht zu wählen, und der Köder bleibt beim Einholen dort, statt aufzusteigen.

### Welche Rute für das 17,8-cm-Modell?

Bei 49,6 g braucht es eine Swimbait-Rute oder eine Heavy, die dieses Gewicht beim Wurf wie beim Anhieb wegsteckt. Der Jr. mit 28,3 g läuft dagegen problemlos an einer klassischen Medium-Heavy für Schwarzbarsch.

### Lässt er sich auf Hecht fischen?

Ja, vor allem in 17,8 cm, was dem Beutekaliber entspricht, das der Hecht wirklich nutzt. Dann gehört ausnahmslos ein Titanvorfach davor: Ein gegliederter Körper dieser Länge wird tiefer genommen als ein kurzer Köder.

### Warum läuft mein Swimbait nicht mehr, wenn ich schneller werde?

Weil sich die Segmente ab einer bestimmten Geschwindigkeit nicht mehr versetzen. Ein langsam sinkender gegliederter Köder arbeitet bei sehr gleichmäßigem, eher langsamem Einholen. Spürst du starken Widerstand in der Rute, bist du schon zu schnell.

### Sollte man die Werkshaken tauschen?

Nicht zwingend, die drehbaren Ösen erledigen den wichtigsten Teil bereits. Tauschst du dennoch, bleib bei derselben Hakenweite: Ein weiteres Modell verhakt sich an einem gegliederten Körper bei jedem Wurf im Nachbargelenk.

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CarnaFish ist eine Mobile-App zum Raubfischangeln, kostenlos für iOS und Android, die ein Fangbuch, eine Karte privater Spots, Angelvorhersagen, KI-Arterkennung und ein soziales Netzwerk für Angler vereint und empfiehlt, wo und mit welchem Köder je nach Bedingungen gefischt werden sollte.
Zum Zitieren dieses Inhalts „CarnaFish — carnafish.com“ nennen und die Quellseite verlinken.
